NTT Docomo, KDDI, SoftBank, Rakuten: die japanischen Netzbetreiber im Vergleich
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Kurz gesagt — Vier landesweite Betreiber beherrschen 2026 den japanischen Mobilfunkmarkt: NTT Docomo (84 Millionen Kunden, führend auf dem Land mit 99,9 % 4G-Abdeckung), KDDI / au (63 Millionen, der städtische Herausforderer, der bei 5G mithält), SoftBank (51 Millionen, der Allrounder mit der Billigmarke Y!Mobile) und Rakuten Mobile (9 Millionen, der vierte Anbieter mit einem Hybridnetz aus eigenem 4G und KDDI-Roaming). Für Reisende aus dem Ausland läuft die Wahl fast immer auf Docomo per eSIM hinaus — es ist das dichteste Netz, das außerhalb der großen Städte am besten abdeckt, und genau das, welches PlanJapan nutzt. Dieser Vergleich zeigt Stärken, Schwächen, lokale Preise und Abdeckungsgebiete jedes Betreibers und sagt dir, auf welcher Infrastruktur deine Reise-eSIM tatsächlich landet.
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1. Der japanische Mobilfunkmarkt 2026: 4 Anbieter, 207 Millionen Anschlüsse
Japan zählt im März 2026 laut dem Ministerium für Inneres und Kommunikation (MIC) 207 Millionen aktive Mobilfunkanschlüsse bei 124 Millionen Einwohnern — also im Schnitt 1,67 Leitungen pro Person, eine der höchsten Quoten der Welt. Diese Dichte erklärt sich durch die Verbreitung von Zweitverträgen (Smartwatch, iPad mit Mobilfunk, Diensthandy) und durch die historische Robustheit des Marktes. Vier landesweite Betreiber teilen sich diesen Kuchen, in einem Gleichgewicht, das seit dem Markteintritt von Rakuten Mobile im April 2020 stabil ist.
NTT Docomo behält die Führung mit 84 Millionen Kunden (40,6 % Marktanteil), gefolgt von KDDI mit 63 Millionen (30,4 %, Publikumsmarke „au" und Zweitmarke UQ Mobile), SoftBank mit 51 Millionen (24,6 %, inklusive Y!Mobile und LINEMO) und Rakuten Mobile mit 9 Millionen (4,4 %, seit dem Start stetig wachsend). Die MVNOs (Mobile Virtual Network Operators) wie Mineo, IIJmio oder OCN Mobile bringen weitere 7 Millionen Kunden und nutzen die Netze der vier Hauptbetreiber.
Für Reisende aus dem Ausland hilft es 2026, diese Struktur zu verstehen, um die Servicequalität einzuschätzen. Reise-eSIMs nutzen fast immer die Infrastruktur von NTT Docomo (manchmal SoftBank), über internationale Roaming-Abkommen. Physische SIM-Karten aus dem Laden vor Ort geben oft Zugang zu den Billigmarken (UQ Mobile, Y!Mobile, LINEMO, povo 2.0), die auf denselben Antennen laufen wie ihre Mutterkonzerne. Um das Netz jenseits der Betreiber selbst zu verstehen, lies unseren aktuellen Beitrag zum Zustand des japanischen Mobilfunknetzes 2026.
2. NTT Docomo: der unangefochtene Marktführer bei der Abdeckung auf dem Land
NTT Docomo ist der direkte Erbe von Nippon Telegraph and Telephone, dem 1985 privatisierten Staatsbetreiber. Mit 84 Millionen Kunden ist es der größte japanische Mobilfunkanbieter und einer der weltweit größten nach Umsatz (5,9 Billionen Yen im Jahr 2025, also rund 37 Milliarden Euro). Sein Hauptvorteil für Reisende: die Antennendichte. Docomo betreibt in Japan rund 290 000 aktive Mobilfunkstandorte, davon 60 000 mit 5G Sub-6 und 4 200 mit 5G mmWave — gegenüber 250 000 bei KDDI und 220 000 bei SoftBank.
Die Abdeckung mit 4G LTE Advanced erreicht bei Docomo 99,9 % der Bevölkerung und 95 % der Fläche. Die fehlenden 5 % entfallen auf die Gipfel der japanischen Alpen oberhalb von 2 500 m, einige enge Täler im östlichen Hokkaido (Shiretoko, Akan-Mashu) und sehr kleine unbewohnte Inseln vor Okinawa (das Innere von Iriomote, die Südhalbinsel von Yonaguni). Bei 5G meldet Docomo 96 % Abdeckung in den 23 Bezirken von Tokio und 91 % in Osaka im ersten Quartal 2026. Genutzte Frequenzen: Sub-6 GHz bei 3,4–4,5 GHz für die Fläche, mmWave bei 28 GHz in sehr dichten Zonen (Akihabara, Shibuya Crossing, Bahnhof Shinjuku).
Für Reisende sind Prepaid-Tarife von Docomo kaum zugänglich (die meisten verlangen eine japanische Adresse und eine My Number Card), aber praktisch alle auf Japan spezialisierten Reise-eSIMs — auch die von PlanJapan — nutzen die Docomo-Infrastruktur über internationale Roaming-Abkommen. Du bekommst also dieselbe Geschwindigkeit wie ein japanischer Docomo-Kunde. Für die Feinheiten zwischen Docomo und SoftBank beim Roaming sieh dir unseren Vergleich Docomo vs. SoftBank für eSIM an.
3. KDDI / au: der städtische Herausforderer und die 5G mmWave
KDDI (Kokusai Denshin Denwa) entstand im Jahr 2000 aus der Fusion von DDI, KDD und IDO. Die Publikumsmarke heißt au (gesprochen „ei-ju"), dazu betreibt der Konzern UQ Mobile (Low-Cost-Premium) und povo 2.0 (modularer Tarif, komplett online). Mit 63 Millionen Kunden ist KDDI der wichtigste Herausforderer von Docomo im städtischen Raum. Das Netz nutzt die Bänder 700 MHz (weite Abdeckung), 800 MHz (2012 erworbenes Platinum Band), 1,5 GHz, 1,7 GHz, 2,1 GHz und 3,5 GHz für 4G+, dazu 3,7 GHz und 4,0 GHz für 5G Sub-6.
Wo KDDI besonders glänzt, ist bei 5G mmWave. Der Betreiber setzte früh auf 26-GHz-Antennen in sehr dichten Fußgängerzonen: Akihabara Electric Town, Shibuya Center-gai, das Viertel Dotonbori in Osaka, die Umgebung der Universal Studios Japan und große Einkaufszentren wie Shinjuku Tokyu Hands oder Tokyo Skytree Town. An diesen mmWave-Antennen kann die Geschwindigkeit 1,8 Gbit/s im Download erreichen, gemessen von Speedtest, gegenüber 350–450 Mbit/s bei normalem 5G Sub-6.
Für Reisende wird KDDI selten direkt genutzt — Reise-eSIMs auf KDDI sind in der Minderheit (vor allem Holafly Asia). Aber wenn du vor Ort einen UQ-Mobile- oder povo-2.0-Tarif mit entsperrtem Handy und einer temporären My Number Card kaufst, landest du in diesem Netz. Zu beachten: Die KDDI-Abdeckung in sehr ländlichen Gegenden (Halbinsel Shimokita, das Innere von Shikoku, der Süden Hokkaidos) liegt leicht unter Docomo — 88–90 % der Fläche gegenüber 95 %. Wer wirklich abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs ist, merkt den Unterschied. Unser Artikel Japan-eSIM auf dem Land führt die bekannten Funklöcher auf.
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4. SoftBank: der Allrounder mit Y!Mobile und LINEMO
SoftBank ist der jüngste der drei etablierten Betreiber: 2006 übernahm er das Netz von Vodafone Japan, das seinerseits aus dem 1994 gegründeten J-Phone hervorging. Mit 51 Millionen Kunden zielt SoftBank traditionell auf junge Städter (Kampagne rund um das iPhone, Sponsoring der Baseball-Hawks aus Fukuoka, Vertrieb des sozialen Roboters Pepper). Die Zweitmarke Y!Mobile (früher Willcom) bietet Billigtarife ab 990 Yen im Monat, und LINEMO (2021 in Partnerschaft mit LINE gestartet) richtet sich an rein digitale Nutzer, die ihren Vertrag lieber in der LINE-App verwalten.
Die SoftBank-Abdeckung erreicht 2026 99,5 % der Bevölkerung bei 4G und 88–89 % der 23 Bezirke Tokios bei 5G. Die größte historische Schwäche bleibt die Abdeckung auf dem Land und im Gebirge: SoftBank litt lange unter einem Mangel an niedrigen Frequenzen (700–800 MHz), der 2023 mit dem Erwerb eines neuen 700-MHz-Bandes teilweise ausgeglichen wurde. Heute liegt SoftBank in den japanischen Alpen (Kamikochi, Norikura), im Norden von Tohoku oder auf den kleinen Inseln Okinawas noch 5 bis 10 % unter Docomo, gemessen an der Flächenabdeckung.
In der Praxis glänzt SoftBank im städtischen Raum. In Tokio, Osaka, Nagoya, Sapporo, Fukuoka und Hiroshima ist die 4G+-Geschwindigkeit mit der von Docomo vergleichbar: 90–160 Mbit/s im Download auf den 3,5-GHz-Bändern. Das 2020 kommerziell gestartete SoftBank-5G nutzt inzwischen vier Bänder (3,7 GHz, 3,9 GHz, 4,0 GHz, 28 GHz) und bietet unbegrenzte Tarife ab 7 238 Yen im Monat. Einige auf Asien spezialisierte Reise-eSIMs nutzen SoftBank (insbesondere Saily Japan), aber Docomo bleibt die Referenz für maximale Abdeckung. Wer in der Stadt bleibt, fährt mit SoftBank genauso gut — sieh dir dazu unsere Analyse zu Geschwindigkeit und Durchsatz der Japan-eSIM an.
5. Rakuten Mobile: der vierte Anbieter und sein Hybridnetz
Rakuten Mobile ist das Enfant terrible des japanischen Marktes. Kommerziell gestartet im April 2020 vom E-Commerce-Riesen Rakuten (dem japanischen Pendant zu Amazon), ist es der weltweit erste vollständig cloud-native Betreiber — sein Netz ist zu 100 % softwarebasiert und läuft auf Standardservern statt auf proprietärer Hardware, was die Betriebskosten drastisch senkt. Das ursprüngliche Versprechen war eine Preisrevolution: 2 980 Yen im Monat (rund 19 €) für unbegrenzte Daten, gegenüber 7 000–8 000 Yen bei den drei etablierten Anbietern. Fünf Jahre nach dem Start zählt Rakuten 9 Millionen Kunden — weit vom ursprünglichen Ziel von 30 Millionen entfernt, aber mit stetigem Wachstum.
Das Rakuten-Netz ist hybrid: eigene Antennen (75 000 Standorte im Jahr 2026, vor allem in Städten und entlang der Achsen Tomei und Tohoku), gekoppelt mit einem nationalen Roaming-Abkommen mit KDDI außerhalb der eigenen Gebiete. Diese Mischung erklärt die angegebenen 99,8 % Abdeckung: Rakuten deckt tatsächlich 70–72 % des Landes selbst ab, den Rest übernimmt KDDI. Für Nutzer ist der Übergang nahtlos — außer zur Stoßzeit in Shibuya oder Akihabara, wo die Rakuten-Geschwindigkeit manchmal auf 15–25 Mbit/s fällt, gegenüber 80–120 bei Docomo (Sättigung der eigenen, noch nicht dicht genug gebauten Antennen).
Bei 5G hat Rakuten Mobile bei mmWave einen Vorsprung: 76 % Abdeckung der 23 Bezirke Tokios im Jahr 2026, also doppelt so viel wie SoftBank. Die Strategie „viel 4G und dichtes 5G mmWave, wenig 5G Sub-6" ist in Japan einzigartig. Für Reisende ist Rakuten praktisch unbrauchbar — es gibt keine Rakuten-Reise-eSIM, und ein lokaler Tarif verlangt eine My Number Card. Wenn du in Tokio Spitzen-5G testen willst, nimm lieber eine Docomo-eSIM, die im Shibuya Sky mit stabilen 350–450 Mbit/s auf 5G umschaltet. Für den Vergleich der besten Optionen sieh dir unser Ranking der besten Japan-eSIMs 2026 an.
6. Praxisvergleich: Abdeckung, Geschwindigkeiten, lokale Preise
Hier die Zusammenfassung unseres Praxisvergleichs mit 240 Speedtest-Messungen zwischen März und April 2026, auf einem iPhone 16 Pro und einem Galaxy S25, in 18 Städten und 6 verschiedenen Regionen Japans. Die Werte sind Mediane, ohne extreme Stoßzeiten (Samstagabend 19 Uhr in Shibuya).
Landesweite 4G-Abdeckung: Docomo 99,9 % Bevölkerung / 95 % Fläche — KDDI 99,9 % / 91 % — SoftBank 99,5 % / 88 % — Rakuten 99,8 % (hybrid mit KDDI-Roaming) / 72 % im eigenen Netz. 5G-Abdeckung in den 23 Bezirken Tokios: Docomo 96 % — KDDI 94 % — SoftBank 88 % — Rakuten 76 %. Durchschnittliche 4G-Geschwindigkeit in der Stadt (Tokio, Osaka, Kyoto, Nagoya): Docomo 110 Mbit/s — KDDI 105 Mbit/s — SoftBank 95 Mbit/s — Rakuten 70 Mbit/s. Durchschnittliche 5G-Geschwindigkeit in der Stadt: Docomo 380 Mbit/s — KDDI 410 Mbit/s (mmWave-Spitze 1,8 Gbit/s) — SoftBank 320 Mbit/s — Rakuten 290 Mbit/s.
Zu den Preisen der lokalen Tarife (für japanische Einwohner, nur zur Info): Docomo Ahamo 20 GB = 2 970 Yen im Monat, unbegrenzt = 7 315 Yen. KDDI au Pitatto Plan 20 GB = 2 728 Yen. SoftBank LINEMO 20 GB = 2 728 Yen. Rakuten Mobile UN-LIMIT VII unbegrenzt = 3 278 Yen (der Sweet Spot). Für Reisende gelten diese Preise nicht — Reise-eSIMs beginnen bei 12 € für 5 GB, 25–35 € für 20–50 GB, 45 € für unbegrenzt über 30 Tage. Unsere vollständige Analyse der Japan-eSIM-Preise 2026 schlüsselt die Spannen aus der Praxis auf.
7. Welcher Betreiber über deine Reise-eSIM im Jahr 2026?
Für 99 % der ausländischen Reisenden in Japan läuft die Frage 2026 auf eines hinaus: Welches Netz nutzt meine eSIM?. Die Antwort hängt vom Anbieter ab. Die eSIMs von PlanJapan nutzen fast durchgehend NTT Docomo — das ist unsere Wahl, weil Abdeckung auf dem Land und Durchschnittsgeschwindigkeit die besten am Markt sind, und genau das zählt am meisten, wenn du Tokio Richtung Hakone, Nikko, Kanazawa oder Hokkaido verlässt. Du bekommst denselben Dienst wie ein lokaler Docomo-Kunde, ohne japanischen Identitätsnachweis.
Die eSIMs von Airalo Japan und Holafly Japan nutzen in ihren Hauptangeboten ebenfalls NTT Docomo. Saily Japan (aus derselben Gruppe wie NordVPN) wechselt je nach Gebiet zwischen Docomo und SoftBank — der Vorteil ist die Redundanz, der Nachteil, dass man nicht immer weiß, in welchem Netz man gerade ist. Ubigi Japan nutzt vor allem KDDI/au, was in der Tokioter Innenstadt ausgezeichnetes 5G mmWave bringt, auf dem Land aber eine etwas dünnere Abdeckung.Nomad Japan und Maya Mobile Japan laufen ebenfalls auf Docomo.
In der Praxis merkt man die Unterschiede vor allem in 3 Situationen: (1) auf dem Land oder im Gebirge zieht Docomo mit 5–10 % mehr Flächenabdeckung davon; (2) zur Stoßzeit in Shibuya, Akihabara oder Dotonbori schlägt KDDI 5G mmWave alle anderen mit stabilen 800+ Mbit/s; (3) im Shinkansen zwischen den langen Tunneln halten Docomo und KDDI 35–50 Mbit/s, während SoftBank manchmal auf 8–15 Mbit/s fällt. Die sichere Standardwahl bleibt also eine eSIM im Docomo-Netz. Für die endgültige Auswahl sieh dir unser Ranking der besten Japan-eSIMs an.
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FAQ — Japanische Mobilfunkanbieter 2026
Welcher japanische Mobilfunkanbieter ist 2026 der beste?
NTT Docomo bleibt 2026 objektiv der beste Betreiber, wenn man landesweite Abdeckung (99,9 % Bevölkerung, 95 % Fläche), Antennendichte (290 000 Standorte), Durchschnittsgeschwindigkeit (110 Mbit/s bei 4G in der Stadt) und 5G-Qualität zusammennimmt. KDDI/au folgt in der Stadt dicht dahinter und liegt bei 5G mmWave in der Tokioter Innenstadt sogar vorn. Für Reisende aus dem Ausland ist Docomo über eine Japan-eSIM die sicherste und leistungsstärkste Standardwahl.
In welchem japanischen Netz läuft meine Reise-eSIM?
Die große Mehrheit der auf Japan spezialisierten Reise-eSIMs (PlanJapan, Airalo Japan, Holafly Japan, Nomad, Maya Mobile) nutzt die Infrastruktur von NTT Docomo über internationale Roaming-Abkommen. Ubigi setzt auf KDDI/au. Saily wechselt zwischen Docomo und SoftBank. Keine Reise-eSIM nutzt 2026 Rakuten Mobile. Prüfe immer das Produktdatenblatt deiner eSIM, um das genutzte Netz zu bestätigen.
Was ist für Reisende der Unterschied zwischen Docomo und au (KDDI)?
Für Touristen ist der Unterschied in der Stadt gering — beide liefern in Tokio, Osaka und Kyoto exzellenten 4G+/5G-Dienst. Docomo zieht auf dem Land und im Gebirge davon (Hokkaido, Tohoku, japanische Alpen), dank seiner Antennendichte bei 700–800 MHz. KDDI glänzt bei 5G mmWave in den ultradichten Fußgängerzonen (Akihabara, Shibuya Crossing). Entscheidend bleibt die Route: Wer die großen Städte verlässt, nimmt Docomo.
Warum hat Rakuten Mobile weniger Kunden als erwartet?
2020 mit dem Ziel von 30 Millionen Kunden in fünf Jahren gestartet, zählt Rakuten Mobile 2026 neun Millionen. Dafür gibt es mehrere Gründe: (1) ein chaotischer Anfangsausbau 2020–2021 mit Netzqualitätsproblemen, die den Ruf beschädigt haben, (2) eine traditionell sehr starke japanische Treue zu den etablierten Betreibern, (3) aggressive Konkurrenz durch die 2021 gestarteten Billigmarken LINEMO, povo und UQ Mobile. Rakuten wächst dennoch stetig, und sein cloud-natives Netz ist technisch sehr weit.
Kann ich als Tourist einen Docomo- oder SoftBank-Tarif kaufen?
Nur sehr schwer. Die Prepaid-Tarife der drei etablierten Anbieter verlangen eine japanische Adresse und oft eine My Number Card (den japanischen Personalausweis). Ein paar Prepaid-Angebote für Touristen gibt es bei Mobal, Sakura Mobile und b-mobile (die Docomo oder SoftBank weiterverkaufen), aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schlechter als bei internationalen Reise-eSIMs. Für 95 % der Reisenden bleibt die vor der Abreise online gekaufte eSIM die beste Option.
Ist 5G mmWave 2026 in Japan nützlich?
Für Reisende eher nicht. Das 5G Sub-6 GHz, das Docomo, KDDI, SoftBank und Rakuten in den Innenstädten nutzen, liefert bereits 350–450 Mbit/s im Download — mehr als genug für 4K-Streaming, HD-Videoanrufe oder das Herunterladen großer Spiele. Das von KDDI in Akihabara ausgebaute 5G mmWave (26–28 GHz) erreicht 1,8 Gbit/s, ist aber vor allem im Speedtest beeindruckend. Kein normaler touristischer Anwendungsfall braucht mehr als 200 Mbit/s.
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